Was ist der Veloscore?

Was ist der Veloscore?

Der Veloscore gibt die Qualität der Druckverteilung auf dem Sattel an.

Bei einer Satteldruckmessung entstehen viele einzelne Druckwerte. Diese Werte sind für sich allein oft schwer zu vergleichen. Der Veloscore fasst die Druckverteilung deshalb zu einer verständlichen Zahl zusammen und hilft dabei, verschiedene Sättel oder Einstellungen besser miteinander zu vergleichen.

Der Veloscore liegt auf einer Skala von 0 bis 100. Ein Wert nahe 0 bedeutet, dass sich der Druck stark auf wenige Punkte konzentriert. Bildlich gesprochen ist das vergleichbar mit dem Sitzen auf einem Nagel: Die Belastung liegt nicht breit verteilt auf einer Fläche, sondern punktuell auf sehr kleinen Bereichen. Solche Druckspitzen können unangenehm sein und auf Dauer zu Beschwerden, Taubheitsgefühlen oder Schmerzen führen.

Ein Wert von 100 würde bedeuten, dass alle Sensoren den gleichen Druck messen. Das klingt zunächst gut, ist in der Praxis aber nicht automatisch das Ziel. Der Mensch sitzt nicht gleichmäßig wie ein Block auf dem Sattel. Sitzknochen, Weichteile, Sattelform und Sitzposition führen immer zu unterschiedlichen Belastungszonen.

Entscheidend ist deshalb nicht der höchstmögliche Wert, sondern ein passender Bereich für den jeweiligen Satteltyp und die Sitzposition.

Als grobe Orientierung gilt:

Fahrradtyp / Sitzposition typischer guter Bereich
Rennrad / sportliche Sitzposition ca. 10 bis 15
Trekking / aufrechtere Sitzposition ca. 25 bis 35

Ein niedriger Veloscore weist auf eine ungünstige Druckverteilung mit möglichen Druckspitzen hin. Ein höherer Veloscore bedeutet eine gleichmäßigere Druckverteilung. Trotzdem gilt: Höher ist nicht immer automatisch besser. Der passende Wert hängt davon ab, wie sportlich oder aufrecht der Fahrer sitzt und welcher Sattel verwendet wird.

Der Veloscore ersetzt deshalb nicht die fachliche Bewertung durch den Bike Fitter. Wichtig bleiben immer auch das Druckbild, der Maximaldruck, die Belastung auf der Sattelnase, die Links-rechts-Verteilung und natürlich das persönliche Empfinden des Fahrers.

Kurz gesagt:

Der Veloscore macht sichtbar, wie gut der Druck auf dem Sattel verteilt ist. Ein guter Wert ist nicht der höchste Wert, sondern der passende Wert für Fahrer, Sattel und Sitzposition.

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